Novi Vinodolski und seine Umgebung sind reich an
wertvollen Kulturdenkmälern aus der Vergangenheit. Leider hat
die Stadt, die den Eroberungen durch die Dogen von Venedig vom
Westen und der Türken vom Osten ausgesetzt war, obwohl von den
unerschrockenen Uskoken verteidigt, nur einen Teil ihrer
Kunstdenkmäler aus diesen stürmischen Zeiten retten können.
Über dem alten Stadtteil von Novi Vinodolski erhebt sich auf dem
Plateau der Felswand, die steil zum Meer abfällt, die
Domkirche der Hll. Phillipp und Jakob mit ihrem 36 m hohen
Glockenturm. In der Kirche liegen die Gebeine des Bischofs
Christophorus, der zur Zeit der Schlach auf dem Felde von Krbava
1493 den Sitz des Bistums von Modru¹ nach Novi Vinodolski
verlegte, so daß seit dieser Zeit die Kirche eine Domkirche ist.
Gut erhalten ist das
gotische Kirchlein des Hl. Marino
auf dem gleichnamigen Inselchen.
Die Ruinen der römischen Festung
Lopsica (Lopar), Reste
der Burg Ledenice, Reliquien des Paulinerklosters in Novi
Vinodolski und die Kirche der Hl. Jungfrau Maria auf Ospa sind
seltene, aber leider auch beschädigte Zeugen einer stürmischen
Vergangenheit dieser Gegend.
Ein besonderes Kleinod des Kulturerbes von Novi Vinodolski ist
das
Gesetzbuch von Vinodol, geschrieben am 6. Januar 1288
in glagolitischer Schrift und èakawischer Mundart, eines der
bedeutensten Dokumente des kroatischen mittelalterlichen
Gewohnheitsrechtes.
Die malerische
Volkstracht der Männer und Fraunen, die
Heldenlieder und der Rundtanz "Kolo", sowie das eigenartige
Volksinstrument "Sopile" werden in Novi Vinodolski seit alters
her gepflegt und sind ein Teil des Alltagslebens, besonders
während des Karnevals.
Das
Geburtshaus der Brüder Ma¾uraniæ erinnert an zahlreiche
verdienstvolle Persönlichkeiten der kulturellen Vergangenheit
der Stadt und Kroatiens - an den volkstümlichen Banus von
Kroatien und Schriftsteller Ivan Ma¾uraniæ; seinen Bruder Antun,
einen berühmten Linguisten; den Reiseschriftsteller Matija; und
Weltreisenden und Essayisten Vladimir - Fran Ma¾uraniæ.
Der Lesessal mit Bibliothek wurde 1845 zur Zeit der Illyrischen
und kroatischen Erneuerung gegründet.Ihr ununterbrochenes Wirken
bezeugt, daß die kulturelle Vergangenheit der Stadt ihren
Stempel bis zu unseren Tagen aufgedrückt hat.
Das Kastell der Fürsten Frankopan mit seinem
quadratischen Turm dank des Einsatzes seiner heldenhaften
Verteidiger.
Im erneuerten Kastell befinden sich jetzt: die Stadtverwaltung,
das Staditsche Museum und die Galerie, der Städtische Lessesaal
mit Bibliothek und die Galerie "Turnac" im gleichnamigen Turm.